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Flöhe

Flöhe gehören zur Klasse der Insekten, sie besitzen anstelle von Flügeln Sprungbeine. Ihre Nahrung besteht ausschließlich aus Blut, das mittels stechend-saugender Mundwerkzeuge aufgenommen wird. Es gibt über 2.500 Floharten.

Der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) ist in Deutschland die bei Hunden und Katzen am häufigsten vorkommende Flohart.

Wann ist die Gefahr durch Flöhe am größten?

In der Natur spielt sich die Flohsaison zwischen Ende April und Ende November ab. Allerdings sind Flöhe durch unsere beheizten und mit Teppichen ausgelegten Wohnungen zu einem Ganzjahresproblem geworden. Aus diesem Grund sollten Sie Ihr Tier das ganze Jahr hindurch kontinuierlich behandeln.

Was ist so gefährlich an Flöhen?

Flöhe beeinträchtigen Ihren Hund oder Ihre Katze sehr: Sie plagen Ihr Tier nicht nur durch den ständigen Juckreiz, sondern können auch Krankheiten übertragen.

Beobachten Sie Ihren Hund oder Ihre Katze daher ganz genau. Ständiges Kratzen, sich belecken und Unruhe sind ein erstes Alarmsignal. Suchen Sie bei einem Verdacht umgehend den Tierarzt auf!

Flöhe können folgende Krankheiten / Parasiten auslösen oder übertragen:
  • Flohallergie-Dermatitis (FAD):
    Bei jedem Flohstich wird eine kleine Menge Flohspeichel in die Haut injiziert, der bei Ihrem Hund / Ihrer Katze eine allergische Reaktion auslösen kann. Die Flohstichallergie geht mit Rötungen, Haarausfall, Krustenbildung und heftigem Juckreiz einher. Bakterielle Infektionen können darüber hinaus eitrige Hautveränderungen verursachen. Am häufigsten betroffen sind Hals, Rücken, Schwanzwurzel und Bauch.
  • Bandwürmer (Dipylidium caninum):
    Die Bandwurmeier werden von den Flohlarven bei der Nahrungsaufnahme aufgenommen. Aus diesen Eiern entwickeln sich in der Larve und später im Floh infektiöse Bandwurmstadien. Wird nun ein infizierter Floh verschluckt, setzt sich im Darm des Tieres ein Bandwurm fest.
  • Blutarmut (Anämie):
    Hiervon können besonders Welpen und junge Kätzchen betroffen sein. Weibliche Flöhe nehmen das 15-fache ihres Körpergewichts pro Tag an Blut auf. 220 Flöhe konsumieren so etwa 10 % des Blutes eines 0,5 kg schweren Jungtieres.

Wie sehe ich, ob mein Hund / meine Katze von Flöhen befallen ist?

Die rotbraunen, nur stecknadelkopfgroßen Flöhe sind zwar mit bloßem Auge sichtbar, bleiben aber dennoch oft unbemerkt. Nicht selten deuten zunächst nur die typischen Symptome auf einen Flohbefall hin. Befallene Tiere zeigen Juckreiz, insbesondere auf der Kruppe am Schwanzansatz und in der Schenkelfalte – es kann dabei auch zur Bildung von kleinen Pusteln und Krusten, bis hin zu nässenden Ekzemen und Haarausfall, kommen.

Neben den typischen Symptomen sind oft nur die Spuren der Flöhe erkennbar – am Besten lassen sich Flöhe durch ihren Kot nachweisen. Er sieht aus wie schwarze Krümelchen. Es gibt zwei einfache Möglichkeiten herauszufinden, ob es sich bei den Krümelchen um Flohkot handelt:
  • Flohkamm (erhältlich bei Ihrem Tierarzt oder im Zoofachhandel):
    Ziehen Sie den Kamm durch das Fell Ihres Hundes / Ihrer Katze. Achten Sie dabei darauf, dass der Kamm direkt über die Haut des Tieres geführt wird. Wenn Sie schwarze Krümelchen auf den Zacken entdecken, kann es sich um Flohkot handeln. Um das herauszufinden, platzieren Sie die Krümelchen auf einem weißen Blatt Haushaltspapier und feuchten es an. Bei Flohbefall färbt sich das Papier um die Krümel rot.
  • Weißes Papier:
    Legen Sie ein weißes Haushaltstuch unter Ihren Hund / Ihre Katze und rubbeln Sie mit Ihren Händen durch das Fell. Falls schwarze Krümelchen auf das Papier fallen, könnte es sich um Flohkot handeln. Der Nachweis erfolgt auch hier durch Anfeuchten des Papiers.

Wie verläuft der Lebenszyklus eines Flohs?

Obwohl klinische Probleme durch ausgewachsene Flöhe verursacht werden, stellen sie nur 5 % der gesamten Flohpopulation dar. Die verbleibenden 95 % bestehen aus der Flohbrut, die die Umgebung des Tieres (Schlafplatz, Teppiche, Bodenritzen) verseuchen. Der Lebenszyklus eines Flohs vom Ei bis zum adulten Tier ist relativ kompliziert. Der Entwicklungszyklus dauert im Haushalt bei für den Floh günstigen Bedingungen (Temperatur etc.) drei bis vier Wochen, ein erwachsener Floh kann bis zu mehrere Monate leben.

Ein weiblicher Floh kann bis zu 40 Eier pro Tag auf dem Wirtstier ablegen. Nach zwei bis fünf Tagen schlüpfen die Larven.

Die Larven kriechen nach dem Schlüpfen tief in Teppiche, Polster etc. ein. Dort ernähren sie sich u.a. von Flohkot, Krümeln und Hautschuppen. In ihrer Weiterentwicklung häuten sie sich zweimal bis zur Drittlarve und verpuppen sich dann.

Die Dauer des Puppenstadiums liegt zwischen fünf und zehn Tagen. Der schlupfbereite Floh bemerkt das Herannahen eines Wirtes an dem Kohlendioxidgehalt der Luft, Körperwärme und Erschütterung. Befinden sich keine geeigneten Wirtstiere in der Umgebung, kann das Puppenstadium aber auch bis zu einem halben Jahr und länger dauern.

Der frisch geschlüpfte Floh begibt sich sofort auf Wirtssuche. Der Floh hebt beim Absprung mit mehrfacher Erdbeschleunigung ab und kann bis zu 40 cm weit springen. Nachdem der Floh auf seinen Wirt aufgesprungen ist, sucht er sich eine geeignete Einstichstelle und beginnt er mit der ersten Blutmahlzeit. Die Begattung findet nach 8 bis 24 Stunden statt. Wiederum 24 Stunden später beginnen die weiblichen Flöhe mit der Eiablage.

Was kann ich tun, um meinen Hund / meine Katze vor einem Flohbefall zu schützen?

Akutmaßnahme:
FRONTLINE Spray und Spot-on:
  • Tötet 98-100 % der Flöhe innerhalb von 24 Stunden nach Kontakt mit dem Wirkstoff auf dem Tier – also in der Regel noch vor der Eiablage und vor dem ersten Stich.
  • Minimiert das Risiko einer Krankheitsübertragung und wirkt nachhaltig.
  • Eine Applikation wirkt bis zu vier Wochen bei Katzen und bis zu acht Wochen bei Hunden.
  • FRONTLINE ist ab 48 Stunden nach dem Auftragen auch nach Wassereinwirkung voll wirksam.
  • FRONTLINE ist auch für die Flohspeichelallergie-Therapie zu empfehlen.
Beachten Sie außerdem:
  • Bei hohem Flohdruck können Sie die Umgebung zusätzlich mit einem Umgebungspräparat behandeln. Lassen Sie sich hier von Ihrem Tierarzt beraten.
  • Nach dem Staubsaugen sollten Sie den Beutel Ihres Staubsaugers entsorgen.
Vorbeugende Maßnahmen:
  • Neben der konsequenten Anwendung von FRONTLINE empfehlen wir, dass Sie Ihren Hund / Ihre Katze regelmäßig auf Flohbefall untersuchen.
  • Saugen Sie häufig Staub – besonders an den Lieblingsplätzen Ihres Hundes / Ihrer Katze
  • Waschen Sie Kissen, Decken und alle waschbaren Gegenstände Ihres Tieres.
Auch wenn die Flohbehandlung regelmäßig und korrekt durchgeführt wird, ist es möglich, dass Tierbesitzer vereinzelt Flöhe auf ihrem Hund oder Ihrer Katze entdecken.

Häufige Ursache dafür ist, dass sich noch Flohbrut (Ei, Larve, Puppe) in der Umgebung befindet, die sich ganz normal weiterentwickelt und schließlich als frisch geschlüpfter Floh auf den Hund oder die Katze aufspringt. Der Floh wird auf dem korrekt behandelten Tier zwar schnell abgetötet, kann aber in diesem kurzen Zeitraum noch vom Tierhalter beobachtet werden. Um auch die Flohbrut in der Umgebung von Hunden und Katzen zu bekämpfen, sollte eine integrierte Flohbehandlung in Betracht gezogen werden. Diese beinhaltet Maßnahmen und Wirkstoffe für Tier und Haushalt, die sich optimal ergänzen. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem Kombi-Präparat mit einem Wirkstoff, der sowohl gegen adulte Flöhe als auch gegen die Flohbrut wirkt. Er berät Sie hierzu gerne!

Flohbrut befindet sich zum Beispiel in Teppichen, Polstern und auf den Liegeflächen von Hunden und Katzen.

Die sichtbaren adulten Flöhe machen nur etwa 5% des Befalls aus. Die „unsichtbare“ Flohbrut in der Umgebung dagegen bis zu 95%.

**IMS 2013.